TV TIPP: haehnlein im NDR Fernsehen!

haehnlein fEGGts Doppeldotter

Das Phänomen Doppel- bzw. Zwillingsdotter kommt immer mal wieder vor und wir werden dann irritiert gefragt, wie es denn dazu kommt. Daher hier die ausführliche Erklärung:

 

Hühner legen je nach Rasse, aber vor allem auch abhängig von ihrem Alter, unterschiedlich große Eier. Wenn Hühner die ersten Eier legen, sind die beispielsweise nur etwas größer als Wachteleier. Diese sogenannten „Pullets“ enthalten manchmal nicht einmal einen Eidotter.

Die Größe der gelegten Eier entwickelt sich dann über mehrere Wochen von 40 Gramm über 50 Gramm auf 60 Gramm bis hin zu mehr als 70 Gramm Gewicht, da das naturgemäße Ziel einer Henne ist, Küken schlüpfen zu lassen – und große Eier dabei hilfreich sind. Denn ein größeres Ei bietet dem Küken während der 21-tägigen Brut mehr Nahrung und auch mehr Platz, sodass es mehr Raum zur Entwicklung hat und größer werden kann. Und ein größeres und gut genährtes Küken ist wiederum widerstandsfähiger und hat so deutlich bessere Überlebenschancen. Zur Brut werden aus diesem Grund erst Eier mit einem Gewicht ab 60 Gramm verwendet.

Zurück zum Doppeldotter

Die Entwicklung des Hühnereies beginnt mit der Ablösung einer einzelnen Eizelle aus dem Eierstock. Das geschieht etwa alle 24 Stunden. Anschließend entsteht der Dotter sehr langsam um eine einzelne Eizelle herum. Die Entwicklung vom Eierstock über den Eileiter (wo sich das Eiklar langsam um den Dotter sammelt) und über den Uterus (wo sich die Kalkpartikel um das Eiklar ablagern) dauert mehrere Tage. Somit befinden sich immer mehrere Eier in der Entwicklung.

Bei jungen Hühnern, die gerade erst anfangen, die nächst höhere Gewichtsklasse (M/L/XL) zu legen, ist nun der Eisprung und die Ablagerung des Eiklares hormonell noch nicht zu 100 Prozent an die größere Eimasse angepasst. Daher kommt es in diesem Entwicklungsstadium dazu, dass sich das Eiklar um zwei Dotter sammelt – und somit das Phänomen Doppel- bzw. Zwillingsdotter entsteht. Dieses ist also nicht besorgniserregend oder unnormal, sondern auf den natürlichen Entwicklungsstand der Junghennen und Hennen zurückzuführen. Und für alle, die Eigelb lieben, ein besonderer Grund zur Freude!

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