FAQ

Häufig gestellte Fragen:

Wie werden denn männliche Küken von weiblichen unterschieden? Sehen nicht alle Küken gleich aus?

Auf den ersten Blick schon. Schaut man genauer hin, so kann man die männlichen und die weiblichen Küken aber tatsächlich bereits am ersten Tag voneinander unterscheiden.

Bei braunen Hühnern, so wie wir sie haben,  sind die männlichen Tiere etwas gelblicher als die weiblichen Küken. Sie haben im Gegensatz zu den Hähnen einen hellbraunen Kranz auf dem Kopf und braune Striche an den Flügelansätzen.

Bei weißen Hühnern gibt es keine Unterschiede im Federkleid. Sie sind daher im Kükenalter schwieriger voneinander zu unterscheiden. Da Hahn und Henne bereits am ersten Lebenstag unterschiedlich lange  Flügelfedern aufweisen, werden weiße Tiere anhand der Flügellänge identifiziert.  

So viele Hähne zusammen, geht das nicht schief?

Unsere Erfahrungen damit, Hühner und Hähne gemeinsam aufzuziehen, sind sehr positiv. Durch genügend Platz im Stall und Auslauf können sie sich viel bewegen und sind zusätzlich durch etliche Beschäftigungsmöglichkeiten gut ausgelastet.

Nach ca. 17 Wochen, wenn ein Teil der Hähne ausgestallt und geschlachtet wird, verbleibt der restliche Teil bei den Legehennen. Sie übernehmen innerhalb der Herde wichtige Leitfunktionen und unterteilen die größere Herde in mehrere kleinere Gruppen.

Am Ende werden die Hähne dann ja auch getötet, was ist denn dann der Unterschied?

Es ist richtig, dass auch unsere männlichen Tiere nicht ihr maximales, natürliches Alter erreichen. Während andere männliche Legeküken wenige Stunden nach dem Schlupf getötet werden,  wachsen unsere haehnlein ca. 17 Wochen unter ökologischen Bedingungen auf, bevor sie in der Region zu einem Schlachtbetrieb gefahren werden. Bis dahin genießen sie reichlich Auslauf, gutes Bio-Futter und haben lauter Beschäftigungsmaterial. Wir halten eine langsame, behutsame Aufzucht und eine anschließende Verarbeitung zu hochwertigstem Bio-Geflügelfleisch für den ethisch-vertretbaren Weg und freuen uns, dass uns unsere Kunden dabei unterstützen.

Ich habe gehört, dass die männlichen Küken geschreddert werden. Stimmt das?

In Deutschland wird das Schreddern als Tötungsmethode nicht (mehr) praktiziert. Die Küken werden stattdessen zunächst mit CO2 betäubt und dann erstickt. Anders als in der Presse häufig dargestellt, werden die Kadaver nicht weggeworfen, sondern dienen als Tierfutter für bspw. Greifvögel und Reptilien.

Dass die Tötung so dennoch nicht weiter praktiziert wird, ist uns ein wichtiges Anliegen, weshalb wir das haehnlein-Konzept ausgearbeitet und realisiert haben.

Wenn Hähne mit in der Hühnerherde laufen, kann dann theoretisch ein Küken in meinem Frühstücksei sein?

Da können wir Sie beruhigen, denn das kann es nicht. Damit sich in einem Ei ein Küken entwickelt, muss es 1. befruchtet sein und 2. ausgebrütet werden. Da unsere Hähne mit in der Herde leben, kann es theoretisch zu befruchtet Eiern kommen. Das ist für den Konsum völlig unbedenklich, da die befruchtete Zelle so mikroskopisch klein ist, dass es bezogen auf den Konsum keinen Unterschied zu nicht befruchteten Eiern gibt. Dass Sie ein Ei gekauft haben, in dem ein Küken herangewachsen ist, kann ausgeschlossen werden. Denn nachdem die Henne das Ei ins Nest gelegt hat, kullert es auf ein Förderband und wird mit diesem aus dem Stall transportiert. Ein An- oder Ausbrüten ist somit nicht möglich. Bevor die Eier in die Schachtel verpackt werden, durchläuft jedes Ei eine Durchleuchtung. Hierbei würde ein verändertes Ei spätestens aussortiert. Sie können also ganz beruhigt sein, dass kein angebrütetes Ei in den Handel und auf Ihren Teller gelangt.

Wie alt werden die haehnlein denn?

Das Alter der haehnlein ist unterschiedlich. Zunächst wachsen alle haehnlein mit den Legehennen auf. Nach ca. 17 Wochen wird ein Teil der haehnlein ausgestallt und geschlachtet. Denn solange benötigen sie, um auf schonende Art und Weise ihr Sollgewicht zu erreichen. Der restliche Teil der haehnlein verbleibt als Leithahn für ein gutes Jahr in der Legehennenherde.

Die haehnlein, die später tiefgekühlt zu erwerben sind, werden also ca. 17 Wochen, bzw 120 Tage alt. Im Vergleich zu konventionellen Masthähnchen (Schlachtung nach ca. 30-45 Tagen) oder zu klassischen Bio-Masthähnchen (ca. 70 Tage) benötigen sie mehr Zeit und Futter. Die entstehenden Mehrkosten werden über einen geringen Aufpreis der haehnlein-Eier mitgetragen. So kann das Fleisch zu vernünftigen Preisen angeboten werden.

Werden bei Ihnen alle Hahnenküken aufgezogen?

Das Verhältnis in dem Hahn und Henne schlüpfen, ist 1:1. Zu jeder haehnlein-Legehenne wird der Hahn aufgezogen. Sie können sich sicher sein, dass für haehnlein-Eier kein männliches Küken getötet wird.

Unser Unternehmen produziert neben haehnlein-Eiern auch Eier für „normale“ Bio-Eiermarken. Auch hier haben wir für eine gute Sozialstruktur Leithähne mit in der Herde laufen, können aber bisher keine 1:1 Aufzucht realisieren. Dies zu ändern, ist uns ein dringendes Bedürfnis, so streben wir für das gesamte Unternehmen eine 100 Prozentquote an.

Wir freuen uns sehr darüber, dass das Konzept von Ihnen, unseren Kunden, so gut angenommen wird und wir dank Ihnen stetig die Zahl der aufgezogenen Hähne steigern können. Im März 2016 feierten wir so unseren 100.000 haehnlein-Hahn, der nicht vergast, sondern aufgezogen wurde. Darauf sind wir stolz und freuen uns auf den nächsten Meilenstein.

Womit werden die Tiere denn gefüttert?

Unsere Jung- und Legehennen, sowie unsere Hähne werden mit selbstgemischtem Futter gefüttert. Für unsere betriebseigene Mühle verwenden wir die Ernteerzeugnisse der Mitgliedsbetriebe und ergänzen diese mit zugekauftem Bio-Getreide und   Eiweißfrüchten. So werden im wesentlichen Weizen, Triticale, Roggen, Hafer, Sonnenblumenkuchen, Rapskuchen, Lupine, Ackerbohne, Erbse, Sojabohne, Mineralmix und Pflanzenöl miteinander vermalen und vermischt.

Rapskuchen ist übrigens kein Kuchen im eigentlichen Sinne, sondern das Ergebnis von gepressten Rapskörnern. Durch den Pressvorgang wird das Öl aus den Körnern gedrückt und es verbleibt der eiweiß-, rohfaser- und viatminreiche Rest, der als Presskuchen bezeichnet wird.

Von wo kommt das Futter?

Das Futter für unsere Hennen und Hähne stammt aus unserer betriebseigenen Mühle. Von dort wird es wöchentlich mit eigenen Fahrzeugen frisch zu jedem Stall geliefert. Die Zutaten unseres Futters wachsen zu großen Teilen direkt in Mecklenburg Vorpommern. Auf gut 3000 ha bauen unsere Mitgliedsbetriebe die meisten Getreidesorten und Eiweißpflanzen selbst an. Was darüber hinaus noch fehlt wird in Bio-Qualität zugekauft und aufwendigen Kontrollen unterzogen.

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