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TV TIPP: haehnlein im NDR Fernsehen!

Kükenretter seit 2012

Zusammen mit euch konnten wir beweisen, dass es ohne Kükentöten geht.

Die männlichen Küken galten lange als unwirtschaftlich und wurden direkt nach dem Schlupf getötet

Eigentlich würde man denken: Die Henne legt die Eier und der Hahn ist das Hähnchen vom Grill. Tatsächlich ist es aber anders. Hühner sind keine „eierlegende Wollmilchsau“ und schließen sich eine gute Futterverwertung (=mit wenig Futter schnelles Wachstum und eine frühe Schlachtreife) und eine gute Legeleistung (=viele Eier, große Eier und eine feste Schale) aus. Um günstige Eier und Fleisch möglichst günstig produzieren zu können, haben sich daher in den letzten Jahrzehnten zwei Zuchtspezialisierungen entwickelt: eine zur Mast und eine zur Eierproduktion. Bei letzterem legt natürlich trotzdem nur die Henne das Ei. Der Hahn wächst langsam, setzt wenig Fleisch an. Seine Aufzucht ist teuer und bringt im Vergleich zum Masthähnchen wenig Fleischertrag.

Daher war es lange Zeit gängige Praxis, dass die männlichen Küken nach dem Schlupf aussortiert und getötet wurden anstatt sie aufzuziehen.

 

Alle haben gesagt es geht nicht, wir haben es einfach gemacht

Als wir in unserer Gemeinschaft aus Bio-Legehennenhaltern eigene Zuchttiere integrieren und eine eigene Brüterei integrieren wollten, war uns klar, dass wir das so bei uns nicht praktizieren wollten. Auf der Suche nach einer ethischen Lösung für das Problem, haben wir angefangen erste Hähne aufzuziehen und Erfahrung gesammelt. Wir stellten fest, das – obwohl es von vielen Seite hieß, man könne die Hähne nicht aufziehen – es funktioniert. Zumindest wenn sie Zeit zum Wachsen bekommen und die Rahmenbedingungen stimmen: viel Platz, Beschäftigungsmaterial, Klettermöglichkeiten, Futter ad libitum etc.

Durch die längere und betreuungsintensive Aufzucht entstehen hohe Kosten, die zu einem sehr hohen Fleischpreis führen würden. Daher haben wir uns für eine Querfinanzierung über die Eier entschieden. Die Schwesterhenne bzw. der Eierkunde finanziert die Mehrkosten der Aufzucht über einen geringen Aufpreis der Eier mit.

So ist 2012 unser haehnlein-Konzept entstanden, dass wir dann dem Handel vorgestellt haben. Seit dem ist viel passiert.

 

Ihr habt das Kükentöten beendet – danke!

 Wir sind 2012 als einer der ersten mit der Bruderhahn-Aufzucht gestartet. Dank der wachsenden Nachfrage nach Bruderhahn-Eiern haben immer mehr Wettbewerber ebenfalls umgestellt. Ab 2022 soll das Kükentöten in Deutschland entgültig verboten werden. Aus unserer Sicht ist das euer Erfolg. Denn mit dem Kauf unserer Eier oder anderer Bruderhahn-Eier, habt ihr gezeigt, dass das Kükentöten unerwünscht und „nicht nötig“ ist.

Gemeinsam haben wir den Markt etwas revolutioniert. Darauf sind wir stolz und danken euch für jedes haehnlein-Ei mit dem ihr backt, kocht oder morgens bei einem gemütlichen Frühstück in den Tag startet.

Die Verantwortung hört nicht beim Ei auf – auch das Fleisch der Bruderhähne muss sinnvoll verwertet werden

Dass das Kükentöten jetzt verboten ist, ist für uns zwar ein Erfolg, aber kein Grund, sich auszuruhen. Denn wir sind der Meinung, die Verantwortung geht darüber hinaus. „Rund“ wird das Ei erst, wenn die Aufzucht der Hähne gut betrieben wird und anschließend auch das Fleisch der Bruderhähne sinnvoll verwertet und der menschlichen Ernährung in Form von hochwertigen Produkten zu Gute kommt.

Bei uns wachsen die Bio-Bruderhähne unter guten Haltungsbedingungen zu stattlichen Hähnen heran. Im Stall und im Auslauf haben sie viel Platz, um sich zu bewegen. Das ist zum einen schön für die Tiere und wirkt sich zum anderen auch positiv auf die Fleischqualität aus. Das Filet oder die Keulen sind zwar kleiner, unsere Kunden beschreiben das haehnlein-Fleisch dafür aber oft als besonders saftig und aromatisch.

Das Fleisch verkaufen wir als Edelteile (Filet, Keule, Flügel) oder lassen es zu verschiedenen Produkten weiterverarbeiten wie bspw. zu Hackfleisch, Bratwürstchen, Fertigerichten (Pulled Chicken Pfannen) oder einer Snack Salami (unserem Power Mampfer). Die Produkte sind national im Einzelhandel, in Biomärkten und teilweise online erhältlich. Mehr zu unseren Produkten findest du hier.

Transparenz-Offensive

Uns ist wichtig, dass ihr wisst, was hinter unseren Produkten steckt und euch ganz bewusst dafür entscheiden könnt. Daher sind wir bspw. sehr aktiv in den Sozialen Medien und hier auf der Internetseite. Wir versuchen euch etwas in unserem Alltag mitzunehmen und Hintergrundinformationen zu geben.

Weil wir zunehmend wahrnehmen, dass viele Verbraucher verunsichert bzgl. der Aufzucht der Bruderhähne, ob das immer auch tatsächlich so gemacht wird, haben wir uns dazu entschieden, die Aufzucht unserer Hähne transparent offenzulegen.

Unter www.kuekenretter.de könnt ihr euch ansehen, wann die Küken geschlüpft sind, wo die weiblichen Küken und wo die männlichen Küken aufgewachsen sind und wann die Hühner ihren Stall bezogen haben. Außerdem seht ihr Impressionen von vor Ort um euch einen Eindruck davon machen zu können, wie es bei Henni und Co aussieht.

 

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