Bei Herdenschutzhunden denken viele an Hunde, die Schafe hüten. Aber Addi und Amigo beschützen Hühner – und das von morgens bis abends.

Seit März 2017 sind der einjährige Addi und der zwei Jahre alte Amigo auf der Hühnerfarm Finkenthal im Einsatz. In dieser kurzen Zeit haben sich die beiden Pyrenäenberghunde nicht nur mit dem Gelände, sondern auch mit ihren gefiederten Schützlingen angefreundet.

Geboren, um zu schützen

Im Unterschied zum klassischen Haushund wurden Addi und Amigo zum Schutz von Hühnern gezüchtet. Da die Sozialisation der Hunde mit den Hühnern die größte Herausforderung ist, wachsen sie von der Wiege an mit ihnen auf: „Wenn die Hunde die Augen öffnen, sehen sie als erstes Hühner. Dadurch halten sie diese für ihre Familie“, so Annalina Behrens. Trainieren kann man die Herdenschutzhunde nicht, weil sie ihren eigenen Kopf haben. Das richtige Verhalten lernen sie von einem älteren Hund, mit dem sie gemeinsam in einer Hühnerherde heranwachsen.

Feinde aus der Luft

Anders als bei Schafen haben Hühner nicht nur Fressfeinde am Boden, sondern auch aus der Luft: Greifvögel wie Habichte, Bussarde und Kolkraben holen sich Hühner im Sturzflug aus den Ausläufen. Bis zu jedes 14. Huhn wird Opfer eines Angriffs. Das sollen Addi und Amigo ändern.

„Wir haben den Eindruck, dass die Anwesenheit von Addi und Amigo schon jetzt eine Verbesserung bringt“, so Annalina. Das ambitionierte Duo schützt die Hühner, indem es Raubvögel bemerkt und sie verbellt. Aber die zwei Hunde sind nicht nur ausgezeichnete Verteidiger: „Wenn man ihren Hühnern nichts tut, sind Addi und Amigo auch absolute Schmusebären“, freut sich Annalina über die Unterstützung der beiden Vierbeiner.

Addi und Amigo sind zwei von mittlerweile drei Herdenschutzhunden in der Gemeinschaft der Bio-Landwirte. Weitere Hunde sind geplant, müssen aber noch beim Züchter heranwachsen.

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